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Vladimir Spidla, Premierminister der Tschechischen Republik und Kanzler Wolfgang Schüssel am Wochenende beim Europa-Forum Wachau auf Stift Göttweig.

Foto: apa/vp niederösterreich/schnabel
Göttweig - Der tschechische Ministerpräsident Vladimir Spidla hat sich zu der deutsch-tschechischen Aussöhnungserklärung von 1997 bekannt, in der die tschechische Seite die Enteignung und Aussiedlung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg und die damit verbundenen Exzesse ausdrücklich bedauert hat.

Beim Europa-Forum Wachau erklärte Spidla am Sonntag, die Aussagen der deutsch-tschechischen Erklärung hätten auch für Österreich Gültigkeit. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel bedankte sich für die Klarstellung des tschechischen Premiers.

Versöhnungsgrundlage

Die Sudetendeutschen hatten Prag vorgeworfen, die vom damaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl und dem damaligen tschechischen Ministerpräsidenten und heutigen Staatspräsidenten Vaclav Klaus unterzeichnete Erklärung als "Alibi gegen sudetendeutsche Restitutionsforderungen zu missbrauchen". Das Europäische Parlament hatte die deutsch-tschechische Erklärung vom 21. Jänner 1997 als eine "gute Grundlage für die Versöhnung" bezeichnet. (APA)