Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag wenig verändert geschlossen. Die wichtigsten Indizes eröffneten die Handelswoche mit leichten Abschlägen. Der Hang Seng Index in Hongkong büßte 11,80 Zähler (minus 0,06 Prozent) auf 20.104,27 Einheiten ein und der Shanghai Composite fiel um 7,93 Punkte oder 0,37 Prozent auf 2.106,96 Punkte. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich hingegen um minimale 8,66 Zähler oder 0,09 Prozent auf 9.171,16 Punkte. Knapp behauptet ging der All Ordinaries Index in Sydney aus dem Handel und sank um 1,9 Zähler oder 0,04 Prozent auf 4.391,90 Einheiten. Die Börse in Singapur blieb Feiertagsbeding geschlossen.

Marktteilnehmer machten für die eingetrübte Anlegerstimmung die jüngsten Inflationsdaten aus China verantwortlich, die eine zuvor erwartete Lockerung der Geldpolitik durch die chinesische Zentralbank als unwahrscheinlich erscheinen lassen. Nachdem die Immobilienpreise in 49 von 70 chinesischen Städten gestiegen waren, hatte Chinas Notenbank angekündigt, den Mindestreservesatz kurzfristig nicht senken zu wollen.

Die enttäuschten Anleger straften vor diesem Hintergrund vor allem die Aktien von Immobilienentwicklern ab. So verbilligten sich in Hongkong etwa Henderson Land Development um 1,47 Prozent auf 46,90 Hongkong Dollar und New World Development gaben um 1,36 Prozent auf 10,18 Hongkong Dollar nach. In Shanghai büßten indessen Poly Real Estate 3,00 Prozent auf 10,02 Yuan ein und China Vanke sackten in Shenzhen um 1,28 Prozent auf 8,50 Yuan ab.

In Tokio konnten hingegen einige Exportwerte vom schwächeren Yen profitierten. Unter anderem legten Sony (plus 0,21 Prozent) und Honda (plus 0,19 Prozent) moderat zu, während sich Toshiba (plus 1,08 Prozent) und Pioneer (plus 2,71 Prozent) deutlicher befestigten. Schwächster Wert im Nikkei-225 waren hingegen die Sharp-Aktien, deren Kurs um 5,43 Prozent auf 174,00 Yen absackte. Laut Börsianern wurden die Papiere des Elektronikkonzerns von einem Artikel der japanischen Zeitung "The Mainichi" belastet, wonach Sharp 10.000 Jobs streichen könnte. Eine Unternehmenssprecherin sagte jedoch, Sharp plane keine weiteren Kürzungen über den angekündigten Abbau von 5.000 Jobs hinaus. (APA, 20.8.2012)