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Yohan Blake griff sich den Sieg in Lausanne.

Foto: Reuters/Lauener

Lausanne - Beate Schrott ist bei der zur Diamond League der Leichtathleten zählenden "Athletissima" in Lausanne auf dem achten Rang gelandet. Die Olympia-Achte aus Niederösterreich legte die 100 Meter Hürden in einer Zeit von 13,01 Sekunden zurück, der Sieg ging an die US-Amerikanerin Dawn Harper in 12,43 Sekunden vor ihren Landsfrauen Queen Harrison und Virginia Crawford. Olympiasiegerin Sally Pearson (AUS) war nicht am Start. Für Schrott stehen in diesem Sommer nun noch Meetings in Dubnica (26.8.), Zürich (30.8.), Berlin (2.9.) und Zagreb (4.9.) auf dem Programm.

Die Glanzlichter setzten am Donnerstagabend erneut Jamaikas Sprintstars. Erst trommelte Weltmeister Yohan Blake die schnelle Bahn in 9,69 Sekunden herunter - einer Zeit, die bisher nur Weltrekordler Usain Bolt in 9,58 unterbot. Dann ließ sein Landsmann 19,58 Sekunden und damit Meetingrekord über 200 m folgen. Der dreifache Olympiasieger von London verpasste dabei seine Jahres-Weltbestzeit aus London (19,32). Platz zwei belegte Europameister Churandy Martina aus den Niederlanden in neuer Landesrekordzeit von 19,85 Sekunden.

Blake ließ bei leichtem Gegenwind von 0,1 m/s großen Worten im Vorfeld auch Taten folgen. Dies gelang dem Olympia-Zweiten über 100 und 200 m mit der Verbesserung seiner persönlichen Bestleistung um sechs Hundertstel auf eindrückliche Weise.

Kurz zuvor hatte Aries Merritt 15 Tage nach dem 110-m-Hürden-Olympiasieg von London eigene Weltrekord-Ambitionen zunichte gemacht. Der Mann, von dem viele der 14.500 Zuschauer die Steigerung der 12,87 Sekunden von Dayron Robles erwartet hatten, brachte sich mit einem Fehlstart selbst um alle Chancen. Das Rennen gewann Weltmeister Jason Richardson (ebenfalls USA) in mäßigen 13,08.

Weltmeisterin Carmelita Jeter (USA) gelang über 100 m in 10,86 Sekunden praktisch auf der Ziellinie die Olympia-Revanche gegen Jamaikas zeitgleiche Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce. Das Zielfoto entschied zu ihren Gunsten. Die Olympiazweite Dawn Harper (USA) trumpfte in 12,43 Sekunden über 100 m Hürden auf und Olympiasieger Kirani James (Grenada) lief in 44,37 Sekunden erneut ein 400-m-Rennen der Extraklasse.

Nach der Enttäuschung von London dominierte Kenia durch Silas Kiplagat ein schnelles 1500-m-Rennen in guten 3:31,78 Minuten vor dem Äthiopier Mekonnen Gebremedhin (3:31,96). Zu den geschlagenen Olympiasiegern gehörte über 400 m Hürden Natalja Antjuch (Russland), die in schwachen 55,82 Sekunden beim Sieg der Jamaikanerin Kaliese Spencer (53,49) weit hinterher lief.

Im Diskuswurf reichte dem Esten Gerd Kanter in Abwesenheit des deutschen Olympiasiegers Robert Harting 65,79 m zum Sieg. Im Speerwurf machte Tschechiens Olympiasiegerin Barbora Spotakova mit 67,19 m bereits im ersten Versuch alles klar, Russlands Weltmeisterin Marija Abakumowa war mit 65,80 m ohne Chance. Ebenso souverän Neuseelands Kugelstoß-Star Valerie Adams, nach der Dopingaffäre um die Weißrussin Nadeschda Ostaptschuk erneut Olympiasiegerin: Sie war mit 20,95 m auch an diesem Abend die Beste. (sid/APA/red, 23.8. 2012)

ERGEBNISSE vom Diamond-League-Meeting in Lausanne (11. Station):

  • Herren:

100 m (Gegenwind 0,1 m/s): 1. Yohan Blake (JAM) 9,69 Sek. - 2. Tyson Gay (USA) 9,83 - 3. Nesta Carter (JAM) 9,95

200 m (Rückenwind 1,4 m/s): 1. Usain Bolt (JAM) 19,58 - 2. Churandy Martina (NED) 19,85 - 3. Nickel Ashmeade (JAM) 19,94

400 m: 1. Kirani James (GRN) 44,37 - 2. Luguelin Santos (DOM) 45,03 - 3. Kevin Borlee (BEL) 45,27

1.500 m: 1. Silas Kiplagat (KEN) 3:31,78 Min. - 2. Mekonnen Gebremedhin (ETH) 3:31,86 - 3. Matthew Centrowitz (USA) 3:31,96

110 m Hürden: 1. Jason Richardson (USA) 13,08 - 2. David Oliver (USA) 13,14 - 3. Hansle Parchment (JAM) 13,15

3.000 m: 1. Paul Kipsiele Koech (KEN) 8:05,80 - 2. Jairus Kipchoge Birech (KEN) 8:06,38 - 3. Bernard Nganga (KEN) 8:08,33. Koech steht als Gesamtsieger im Diamond Race fest.

Stabhoch: 1. Renaud Lavillenie (FRA) 5,80 m - 2. Malte Mohr (DEN) 5,80 - 3. Steve Lewis (GBR) 5,80. Lavillenie steht als Gesamtsieger im Diamond Race fest.

Diskus: 1. Gerd Kanter (EST) 65,79 m - 2. Lawrence Okoye (GBR) 65,27 - 3. Yennifer Frank Casanas (ESP) 65,24

Hochsprung: 1. Moutaz Essa Barshim Ahmed (QAT) 2,39 - 2. Iwan Uchow (RUS) 2,37 - 3. Robbie Grabarz (GBR) 2,37

  • Frauen:

100 m: 1. Carmelita Jeter (USA) 10,86 - 2. Shelly-Ann Fraser-Pryce (JAM) 10,86 - 3. Kelly-Ann Baptiste (TRI) 10,93

800 m: 1. Pamela Jelimo (KEN) 1:57,59 - 2. Maria Sawinowa (RUS) 1:58,10 - 3. Jelena Kofanowa (RUS) 1:58,36

100 m Hürden: 1. Dawn Harper (USA) 12,43 - 2. Queen Harrison (USA) 12,62 - 3. Virginia Crawford (USA) 12,64. Weiter: 8. Beate Schrott (AUT) 13,01

400 m Hürden: 1. Kaliese Spencer (JAM) 53,49 - 2. Melaine Walker (JAM) 53,74 - 3. Perri Shakes-Drayton (GBR) 53,83

3.000 m: 1. Mercy Cherono (KEN) 8:40,59 - 2. Sylvia Jebiwot Kibet (KEN) 8:42,44 - 3. Veronica Nyaruai (KEN) 8:43,54

Dreisprung: 1. Olga Rypakowa (KAZ) 14,68 - 2. Olga Saladucha (UKR) 14,42 - 3. Tatjana Lebedewa (RUS) 14,39

Kugelstoß: 1. Valerie Adams (NZL) 20,95 - 2. Michelle Carter (USA) 19,60 - 3. Jewgenja Kolodko (RUS) 18,64. Adams steht als Gesamtsiegerin im Diamond Race fest.

Speerwurf: 1. Barbora Spotakova (CZE) 67,19 - 2. Maria Abakumowa (RUS) 65,80 - 3. Sunette Viljoen (RSA) 64,08

Weitsprung: 1. Jelena Sokolowa (RUS) 6,89 - 2. Blessing Okagbare (NIG) 6,73 - 3. Janay Deloach (USA) 6,71

Nächstes Meeting am Sonntag, 26. August, in Birmingham.