Düsseldorf - Siemens könnte einem Zeitungsbericht zufolge in Russland einen großen Auftrag für Hochgeschwindigkeitszüge verlieren. Das Milliardenprojekt der russischen Bahn RZD für eine Trasse zwischen den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 stehe auf der Kippe, berichtete die "Financial Times Deutschland" (FTD). Die Regierung habe kein Geld für Schnellstrecken von Moskau nach St. Petersburg und Jekaterinburg.

Zumindest bis 2015 seien die Projekte nicht in die Haushaltsplanung eingeflossen, zitierte die FTD aus einem Zeitungsbericht. Die Fußball-WM könne auch ohne Hochgeschwindigkeitszüge ausgetragen werden, wird ein Sprecher von Vizepremier Igor Schuwalow zitiert.

Russland ist für Siemens ein wichtiger Markt und die RZD seit Jahren ein guter Kunde. Erst im Dezember 2011 hatte die russische Bahngesellschaft acht Hochgeschwindigkeitszüge des Typs Velaro RUS bei Siemens bestellt. Inklusive des Instandhaltungsvertrages für 30 Jahre belief sich der Auftrag nach Unternehmensangaben auf ein Volumen von 600 Mio. Euro.  (APA/Reuters, 24.8.2012)