Amman - Nach zwei vergeblichen Versuchen wollen europäische und US-Aktivisten von Jordanien aus mit Hilfsgütern für palästinensische Schüler ins Westjordanland reisen. Israel habe keinen Grund, sie zu stoppen, sagte eine Sprecherin der Gruppe am Freitag. "Wir sind eine Gruppe friedlicher Menschen und sind fast sicher, dass wir einreisen können", sagte Olivia Zemor. Sollte Israel die Einreise über die Allenby-Brücke zwischen Jordanien und dem Westjordanland verhindern, verdiene das Land es nicht, eine Demokratie genannt zu werden, sagte Zemor.

Die rund hundert Aktivisten aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Spanien wollen am Sonntag ins Westjordanland einreisen und dort Schulmaterialien an Kinder verteilen. Frühere Versuche im Juli 2011 und im April dieses Jahres, die teils unter dem Namen "Flytilla" bekannt wurden, waren an israelischem Widerstand gescheitert. Allerdings wollten die Aktivisten damals über den Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv und israelisches Gebiet einreisen. Diesmal befolgten die Aktivisten laut Zemor die Hinweise der israelischen Behörden, die Grenzübergänge Allenby oder Rafah in die Palästinensergebiete zu nutzen. Rafah ist der südliche Grenzübergang in den Gazastreifen. (APA, 24.8.2012)