Bild nicht mehr verfügbar.

Im Bild: Tropensturm Isaac trifft auf die Dominikanische Republik.

Foto: EPA/ORLANDO BARRIA

Bild nicht mehr verfügbar.

In Haiti verursachte der Sturm schwere Überschwemmungen, im Bild in Port au Prince

Foto: REUTERS/UN/MINUSTAH/Logan Abassi

Bild nicht mehr verfügbar.

Isaac auf einem Satellitenbild der NOAA

Foto: REUTERS/NOAA/Handout

Miami - Tropensturm "Isaac" hat bei seinem Zug durch die Karibik wieder Kraft getankt. In der Nacht zum Samstag zog er unaufhaltsam auf Haiti zu. Dort und im Westen der Dominikanischen Republik wurden Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen. Nach Berechnungen des US-Hurrikanzentrums in Miami sollte der Tropensturm an diesem Samstag über den Südwestzipfel Haitis nach Kuba ziehen. Danach werde er in den Golf von Mexiko eindringen und Kurs auf die Südküste der USA nehmen. Er wird sie Anfang der kommenden Woche möglicherweise als Hurrikan heimsuchen.

Noch kein Hurrikan

Befürchtungen, "Isaac" werde vor dem Auftreffen auf die Dominikanische Republik und Haiti Hurrikanstärke erreichen, traten zunächst nicht ein. In seinem Zentrum entwickelte der Wirbelsturm am Freitagabend 100 Kilometer in der Stunde. Ein Wirbelsturm wird zum Hurrikan, wenn er Windstärken von 120 Kilometern in der Stunde erreicht. In der Dominikanischen Republik setzte am Freitag starker Regen ein. Mehr als 3000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Es kam zu Überschwemmungen, mehrere Ortschaften wurden von der Außenwelt abgeschnitten.

In den von dem Sturm betroffenen Staaten und Inseln wie Kuba, den Bahamas und den Turks- und Caicosinseln galten am Freitag lediglich Tropensturmwarnungen. Allerdings warnten die Wetterdienste vor starken Regenfällen, die in den Bergen Erdrutsche und in den Niederungen Überschwemmungen auslösen können.

Schutzmaßnahmen angekündigt

Die Vereinten Nationen und die zahlreichen in Haiti stationierten internationalen Hilfsorganisationen kündigten umfassende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung an. Auch zweieinhalb Jahre nach einem verheerenden Erdbeben leben in Port-au-Prince immer noch rund 200 000 Menschen in Obdachlosen-Zeltlagern.

Nach den Berechnungen der Meteorologen wird "Isaac" in den kommenden Tagen über Ost- und Zentralkuba nach Nordwesten weiterziehen, um von dort westlich an Florida vorbei in den Golf von Mexiko einzudringen. Dort könnte er nach Berechnungen der Experten stärker werden und die Südküste der USA als Hurrikan erreichen.

Parteien kommen in Bewegung

Unterdessen bringt "Isaac" auch das Programm des Parteitags der US-Republikaner in Tampa (Florida) in Bewegung. Wie das Wahlteam der Konservativen am Freitag bekanntgab, soll Mitt Romney dort schon am Montag offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden. Traditionell geschieht dies bei den Republikanerparteitagen stets am Mittwoch, einen Tag vor der Ansprache des frisch gekürten Kandidaten.

mer unter den Folgen eines verheerenden Erdbebens im Jänner 2010, bei dem rund 250.000 Menschen getötet wurden. Etwa 400.000 Haitianer leben noch immer in Zelten und provisorischen Camps. (APA, 25.8.2012)