Rom - Der weltweit größte Brillenproduzent Luxottica trennt sich von einem siebenprozentigem Anteil seiner Aktien. Damit wird sich das Unternehmen eine Liquiditätsspritze im Wert von einer Milliarde Euro sichern, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore" am Donnerstag. Der Gründer des Unternehmens und Firmenpräsident Leonardo Del Vecchio bewahrt eine Mehrheit von 59 Prozent am Konzern.

Indiskretionen zufolge will Del Vecchio die Geldspritze nutzen, um Anteile an der Bank-Austria-Mutter UniCredit und an Generali erwerben. Im Juli hatte Del Vecchio die Beteiligung seiner luxemburgischen Holding Delfin an UniCreidt bereits von 1,4 Prozent auf zwei Prozent.

Del Vecchio, der nach dem Chef des Süßwarenherstellers Ferrero, Michele Ferrero, auf Platz zwei in der Liste der reichsten Italiener rangiert, hat den Brillenkonzern Luxottica gegründet, der einen Jahresumsatz von über fünf Mrd. Euro erzielt. Del Vecchios Delfin hatte im vergangenen Jahr auch die Position bei Generali gestärkt und den Anteil von 1,87 Prozent auf zwei Prozent aufgestockt. (APA, 6.9.2012)