Bild nicht mehr verfügbar.

Schon kurz nach der Vorstellung droht dem iPhone 5 Ungemach.

Foto: Reuters

Die Streitigkeiten zwischen Samsung und Apple gehen wohl in die nächste Runde. Der koreanische Konzern ergreift, wie angekündigt, gegen das iPhone 5 rechtliche Maßnahmen, berichtet die Korea Times unter Verweis auf eine "Quelle aus der Industrie". Auch HTC geht gegen das Smartphone vor.

HTC geht vor Handelskommission

Grundlage dafür ist die LTE-Funktionalität des iPhones. Der LTE-Standard basiert auf mehreren hundert Patenten und viele davon befinden sich im Besitz der beiden Beschwerdeführer, so Android & Me.

Während die Klage von Samsung in den nächsten Wochen zu erwarten ist, hat HTC bereits erste Schritte ergriffen und sich mit seinen Ansprüchen an die Internationale Handelskommission gewandt. Ein entsprechender Rechtsstreit läuft schon länger, den Anwälten von Apple ist es bislang noch nicht gelungen, die Patente des Konkurrenten in Frage zu stellen.

Vorreiter

HTC gehört zu den Pionieren des neuen Breitbandstandards und hat bereits die bedeutendsten LTE-Netzwerke des Planeten mit entsprechend ausgerüsteten Geräten beliefert. In Österreich war etwa das HTC Velocity 4G das erste LTE-taugliche Smartphone am Markt. Es startete im vergangenen März beim Mobilfunker A1.

Verkaufsstart wohl nicht gefährdet

Angestrebt wird ein Verkaufsverbot für die US- und Europa-Ausgabe des iPhone 5. Dieses könnte bei einem stichhaltigen Beleg für einen Patentverstoß per einstweiliger Verfügung relativ schnell erlassen werden, aber voraussichtlich nicht schnell genug, um den Verkaufsstart zu verzögern.

Obwohl Apple selbst über 434 LTE-Patente verfügt, könnte sich das Unternehmen bei den sich anbahnenden Querelen in der Defensive wiederfinden. (gpi, derStandard.at, 13.09.2012)