Wien - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat ihren Ausblick für die Eurozone gesenkt. Aktuell erwarten die Analysten ein BIP-Minus von 0,8 Prozent für 2012 und Stagnation für 2013, geht aus einem heute, Dienstag, veröffentlichten Bericht hervor. Die Situation für einzelne Länder unterscheidet sich allerdings recht deutlich. Für Österreich gibt es aktuell keinen Ausblick.

In Deutschland und der Schweiz erwartet S&P für 2012 ein Wachstum von 0,6 bzw. 0,8 Prozent. Spanien (-2,4 Prozent) und Italien (-1,8 Prozent) schlittern dagegen nach Ansicht der Ratingagentur am stärksten in die Rezession.

"Aktuelle ökonomische Indikatoren malen ein trostloses Bild für Europa. Die Daten bestätigen unsere Ansicht, dass die Region in eine neue Periode der Rezession eintritt", so S&P Ökonom Jean-Michel Six in dem Bericht. Die Europäische Wirtschaft sei dominiert vom Schuldenabbau, auch in der Privatwirtschaft. Das werde sich stärker auf den Abschwung des BIP auswirken als in der Vergangenheit, so Six.

Für die gesamte Eurozone ergebe sich ein Rückgang des BIP um 0,8 Prozent. Im Juli rechnete man noch mit Minus 0,7 Prozent für 2012. Im kommenden Jahr werde das BIP gleichbleiben, so S&P. Im Juli rechnete man dagegen noch mit einem moderaten Wachstum von 0,3 Prozent. (APA, 25.9.2012)