FPÖ muss sie finanziell entschädigen: Alev Korun

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Wien - Grüner Erfolg im Rechtsstreit mit der FPÖ: Die Wiener Freiheitlichen wurden wegen übler Nachrede rechtskräftig verurteilt. Geklagt hatte die grüne Migrationssprecherin Alev Korun, über die in einem Text (auch auf der blauen Homepage) behauptet wurde, sie habe antisemitische Videos auf ihre Webseite gestellt - außerdem wurde ihr auch eine antisemitische Gesinnung unterstellt.

Vor Gericht bekam die Grüne jetzt Recht. So konnte Korun etwa auch glaubhaft versichern, selbst gar keine eigene Homepage zu betreiben. Insgesamt wurde die FPÖ-Wien zu einer Entschädigungszahlung von 4000 Euro verurteilt. Die Höhe kam auch deshalb zustande, weil, wie im Urteil festgehalten wurde, "der Vorwurf gegenüber der Antragstellerin von einer derartigen Verwerflichkeit" sei, "dass sie deren politische Glaubwürdigkeit und damit auch Ehre grundlegend trifft". Korun: "Das Urteil durchbricht das politische Diffamierungsspiel der FPÖ." (pm, DER STANDARD, 26.9.2012)