Für vier Jahre bestätigt: Bandion-Ortner

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Wien/Riad/Madrid  - Die Vertreter der Gründungsstaaten des König-Abdullah-Zentrums für Interreligiösen Dialog in Wien haben den bisher interimistischen Leiter, Faisal bin Abdulrahman bin Muaammar, und seine Stellvertreterin, Ex-Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, laut einer Aussendung bei einem Treffen am Dienstag für eine Funktionsperiode von vier Jahren bestätigt. Das umstrittene Zentrum soll am 26. November feierlich eröffnet werden.

Vatikan hat Beobachterstatus

Als völkerrechtliche Paten des Zentrums unterschrieben im Vorjahr Österreich, Spanien und Saudi-Arabien einen Gründungsvertrag. Gründungsmitglied mit Beobachterstatus ist der Heilige Stuhl, dessen Rolle bei dem Treffen am Dienstag formell bestätigt wurde.

Das Zentrum soll den Dialog zwischen den Glaubensgemeinschaften fördern und umfasst Vertreter des Christentums der Muslime, der Juden sowie weiterer Glaubensrichtungen. Kritiker, darunter Grüne und FPÖ im Nationalrat, werfen dem Zentrum allerdings vor, als Feigenblatt für die religiöse Intoleranz in Saudi-Arabien zu dienen. In dem Golfstaat ist die Ausübung anderer Religionen als dem Islam verboten. (APA, 2.11.2012)