Wien/Budapest - Das 300 Millionen Euro schwere Casinoprojekt "Eurovegas" im ungarischen Bezenye an der Grenze zu Österreich und der Slowakei könnte nun bald realisiert werden. Laut ungarischer Nachrichtenagentur MTI sind kürzlich zwei neue Investoren eingestiegen, die für die fehlenden Geldmittel aufkommen sollen. Der Bau des Resorts hat sich jahrelang verzögert, ursprünglich hätte es 2010 eröffnen sollen. Nach Angaben vom Oktober 2012 soll es jetzt Anfang 2014 soweit sein.

60 Prozent der Baukosten gedeckt

Hinter "Eurovegas" stehen die oberösterreichische Asamer-Gruppe und der Immobilienentwickler Alfred Supersberger, die mit Hard Rock International zusammenarbeiten. Diese gehört dem Indianerstamm der Seminolen aus Florida, die neben den berühmten Hard Rock Cafes auch zahlreiche Hotels und Casinos auf der ganzen Welt betreiben. Vergangenen Herbst hatte es geheißen, die alten Investoren seien "für den Baubeginn bereit".

Bei den neuen Geldgebern handelt es sich um die Kimberly Group und eine spanische Investmentgruppe. Durch ihre Beteiligung verfügen die Investoren bereits über 60 Prozent der Mittel zur Deckung der Gesamtkosten, so eine für das Casinoprojekt zuständige PR-Agentur am Freitag zur MTI.

20-jährige Lizenz

In Bezenye soll früheren Angaben zufolge auf 16 Hektar eine riesige Zockerstätte inklusive Vier-Stern-Hotel und Wellness-Bereich errichtet werden. Ursprünglich war geplant, mehrere Milliarden Euro zu investieren, was sich aber, auch krisenbedingt, als nicht realisierbar herausgestellt hat. Aktuell wird der Investitionsbedarf mit 300 Millionen Euro beziffert, 1.200 Jobs sollen durch das Projekt entstehen.

"Eurovegas Hungary" hatte im Jahr 2006 eine 20-jährige Lizenz für den Betrieb einer Casinoanlage in Ungarn erhalten. (APA, 4.1.2012)