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Ägyptische Polizisten haben in den letzten Tagen für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert.
Kairo - Vor dem Hintergrund von Protesten der Sicherheitskräfte gegen ihre Arbeitsbedingungen hat die ägyptische Regierung offenbar die Aufrüstung der Polizei beschlossen. Wie am Samstag aus Sicherheitskreisen verlautete, genehmigte Innenminister Mohamed Ibrahim die Beschaffung von 100.000 Pistolen. Damit sollten auch Polizisten mit niedrigen Dienstgraden Schusswaffen erhalten, die bisher unbewaffnet ihren Dienst tun. In Ägypten verfügen bisher lediglich Offiziere und bestimmte Polizeieinheiten über Schusswaffen oder Schlagstöcke.
Seit dem Sturz von Langzeit-Machthaber Hosni Mubarak Anfang 2011 hat sich die Sicherheitslage in dem nordafrikanischen Land deutlich verschlechtert. Während der Revolte damals wurden 33 Polizisten getötet, die Demonstranten zündeten außerdem Polizeiwachen an. In den vergangenen Wochen waren Proteste gegen die jetzige islamistisch geführten Regierung immer wieder in Gewalt umgeschlagen. Als Reaktion demonstrierten Polizisten in den vergangenen Tagen für die Ausstattung mit Waffen und bessere Arbeitsbedingungen. (APA, 17.2.2013)