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Der Elektrohändler Niedermeyer GmbH ist pleite. Das Wiener Traditionsunternehmen hat beim Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt, wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) am Dienstag mitteilte. "Wir gehen davon aus, dass die Passiva rund 28,8 Mio. Euro betragen", sagte Christoph Vavrik vom KSV . Den rund 840 Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren angeboten.

53 der 98 Filialen werden geschlossen

Von der Insolvenz sind 580 Beschäftigte in 98 Filialen in ganz Österreich betroffen. Laut dem vorgelegten Sanierungsplan sollen 53 der 98 Filialen geschlossen werden, 279 Mitarbeiter verlieren ihren Job.

"Wir rechnen damit, dass die Verfahrenseröffnung rasch erfolgen wird."

"Es ist die größte Wiener Insolvenz dieses Jahres", sagte Vavrik. Österreichweit sei es die zweitgrößte Pleite nach Griffnerhaus in Kärnten. "Wir rechnen damit, dass die Verfahrenseröffnung rasch erfolgen wird."

Grund der Insolvenzanmeldung ist Zahlungsunfähgikeit bzw. Überschuldung. In den Passiva in Höhe von 28,8 Mio. Euro sind laut KSV bereits Kosten für die Filialschließungen enthalten.

Klarheit

"Es muss nun rasch Klarheit geschaffen werden, ob das Unternehmen in der Insolvenz tatsächlich längerfristig fortgeführt werden kann und wir werden darauf drängen, dass vom Unternehmen ehestbaldig ein plausibles Fortführungs- und Finanzierungskonzept in Anbetracht des angestrebten Sanierungsplans vorgelegt wird", sagte Vavrik. (APA, 2.4. 2013)