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Im südburgenländischen Neuhaus am Klausenbach (Bezirk Jennersdorf) ist es seit Wochen vermehrt zu Hangrutschungen gekommen. Im Bild eine Hangrutschung, die auch eine Straße in Neuhaus beschädigt hat.

Foto: APA/Sampt

Im südburgenländischen Neuhaus am Klausenbach (Bezirk Jennersdorf) ist es laut ORF Burgenland seit Wochen vermehrt zu Hangrutschungen gekommen. Seit dem Osterwochenende hat sich die Lage verschlechtert. "Mittlerweile sind vier Häuser gefährdet", erklärte VP-Bürgermeister Helmut Sampt am Dienstag der APA. "Die Lage ist sehr angespannt. Es schneit aktuell und je Intensität kann sich die Situation schnell verschärfen", so Sampt. Behörden und Feuerwehr seien in Alarmbereitschaft.

Am Sonntag hatte der Bürgermeister einen Anruf von einem Bewohner erhalten. "Da waren es erst wenige Zentimeter. Am Nachmittag läutete wieder das Telefon, da waren dann schon 30 Meter weg. Ein halber Wald wurde mitgerissen", erzählte er. Es eine Zufahrt sei weggebrochen. Von den Hangrutschungen seien Güterwege betroffen, Straßen mussten gesperrt werden.

Für die Bewohner der betroffenen Häuser hieße es nun warten und bangen. Sie wurden noch nicht evakuiert. Sie seien sehr gefasst und jederzeit bereit, die Häuser zu verlassen. Seitens der Gemeinde wurde die Bezirkshauptmannschaft eingeschaltet, die wiederum eine Landesgeologin kontaktiert habe. Ob eine Evakuierung notwendig sei, werde vermutlich nach einer Begutachtung entschieden, erläuterte Sampt.

Gemeinde hat kein Geld

Für den Bürgermeister ist nicht nur die Sorge um die Bewohner groß, auch der finanzielle Schaden mache ihm schwer zu schaffen: "Ich habe das Geld einfach nicht. Der Winterdienst hat sich vervierfacht, auch andere Kosten fallen an." Zwar gebe es die Möglichkeit, Geld aus dem Katastrophenschutzfonds zu bekommen, allerdings müsse man für Arbeiten das Geld vorstrecken. Abgesehen davon, würden nicht 100 Prozent der Kosten durch den Fonds gedeckt werden, sondern nur ein Teil. Den Rest müsste die Gemeinde tragen, da es sich um Güterwege handle, hieß es aus dem Büro von Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld.

Sampt will nun bei einer heutigen VP-Klubklausur Liegenfeld und Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl auf die Lage ansprechen und um Hilfe bitten. "Ich werde auch unseren Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich anrufen. Sie sollen kommen und sich vor Ort ein Bild machen." Der Ortschef hoffe dadurch schnell finanzielle Unterstützung zu bekommen. "Ich brauch schnell das Geld, alles muss ja bezahlt werden. Momentan können wir ja leider nichts tun. So lange das Wetter nicht besser wird, es nicht endlich aufhört zu schneien oder zu regnen, können wir keine Bagger kommen lassen." (APA, 2.4.2013)