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Andreas Ivanschitz ist im Sommer zu haben. Die Ausbootung kam überraschend: "Hätte mir eine Vertragsverlängerung durchaus vorstellen können."

Foto: EPA/FREDRIK VON ERICHSEN

Mainz - Andreas Ivanschitz und der FSV Mainz 05 gehen nach Saisonende getrennte Wege. Der deutsche Fußball-Bundesligist hat sich gegen eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags des ÖFB-Teamspielers entschieden. "Diese Entscheidung ist uns schwer gefallen", sagte Trainer Thomas Tuchel am Dienstag. Manager Christian Heidel hatte zwei Gespräche mit dem Mittelfeldspieler geführt. Ein konkretes Angebot gab es aber nicht.

"Es gab keine Verhandlungen"

Ivanschitz hatte offensichtlich nicht mit seiner Ausbootung beim deutschen Bundesligisten gerechnet. "Ich war sehr überrascht, als ich erfahren habe, dass mein auslaufender Vertrag im Sommer nicht verlängert wird. Es war ein direktes Gespräch mit offenen Karten, in dem mir Thomas Tuchel seine Planungen für die kommenden Jahre, bei denen ich seiner Meinung nach nicht mehr die Rolle wie bisher gespielt hätte, dargelegt hat. Das muss ich professionell akzeptieren, obwohl ich mir eine Vertragsverlängerung durchaus vorstellen hätte können."

Rapid, Salzburg, Panathinaikos und Mainz

Spekulationen über finanzielle Differenzen wies er zurück. "Die kann es nicht geben, da es in dieser Hinsicht keine Verhandlungen gab." Ivanschitz will sich nun nach vier Saisonen in Mainz auf seine fünfte Profistation nach Rapid, Salzburg, Panathinaikos und Mainz vorbereiten. "Ich fühle mich mit 29 nach wie vor topfit, bin hoch motiviert und überzeugt, noch mehrere Jahre auf internationalem Topniveau spielen zu können", sagte der 61-fache ÖFB-Teamkicker, der hofft, "für meine Familie und mich ein passendes Gesamtpaket in einer starken Liga zu finden."

28 Tore in 99 Bundesliga-Begegnungen

Ivanschitz war 2009 von Panathinaikos Athen zum damaligen Erstliga-Aufsteiger gewechselt. In bisher 99 Bundesliga-Begegnungen schoss er 28 Tore. In dieser Saison ist er unverzichtbarer Teil der Mannschaft, beim 1:1 am Samstag gegen Werder Bremen hatte der Mittelfeldspieler das schnellste Saisontor durch Adam Szalai vorbereitet. Der 29-Jährige liebäugelt mit einem Wechsel in die US-Profiliga, als ein möglicher Interessent für den im Sommer ablösefreien Spieler gilt aber auch Bremen.

Der 33-jährige Goalie Christian Wetklo wird dagegen weiter für die Mainzer spielen. Heidel zog am Dienstag die Option des Vereins für eine Vertragsverlängerung bis zum 30. Juni 2014. (APA, 2.4.2013)