Rom - Der neue Präsident des Nationalen Olympischen Komitees von Italien (Coni), Giovanni Malago, kündigte an, gegen Privilegien vorzugehen. Zudem spendet der 54-jährige Unternehmer sein Jahresgehalt (90.000 Euro) für Sportverbände, die sich im sozialen Bereich engagieren. Keine Freunde dürfte sich Malago unter den mehr als 900 Parlamentariern machen, deren Gratisdauerkarten für alle Sportveranstaltungen gestrichen wurden.

Sein erstes Gehalt, 6500 Euro, reichte der Coni-Chef an einen Judo-Klub in Scampia delle Vele im Hinterland von Neapel weiter. Die Gegend gilt als sozialer Brennpunkt, der Klub leidet ständig unter Geldnot. "Die Verbandspräsidenten erhalten für ihre Sitzungen keinen Cent und arbeiten unter schwierigen Bedingungen dennoch Vollzeit. Da wäre es doch heuchlerisch, würde ich als Coni-Präsident ein Gehalt beziehen", erklärte Malago. (sid, APA - 3.4. 2013)