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Fast zwei Drittel der Fahrräder werden in den Landeshauptstädten gestohlen.

Foto: APA/dpa/Friso Gentsch

Insgesamt 24.755 Fahrräder sind im Jahr 2012 in Österreich gestohlen worden, das sind 6,6 Prozent (1.500 Räder) mehr als im Jahr davor. Jeder dritte Diebstahl ereignete sich in Wien, österreichweit wurde nur jedes 18. Delikt geklärt, berichtete der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Donnerstag.

Die meisten Fahrräder - 8.922 - wurden in Wien gestohlen. Dahinter folgten Niederösterreich (3.520) und die Steiermark (2.975). Die wenigsten Fahrräder (325) wurden im Burgenland entwendet. Laut VCÖ ging lediglich in Oberösterreich und Vorarlberg die Zahl Diebstähle zurück. 

Geringe Aufklärungsquote

Die Diebe waren vor allem in den größeren Städten unterwegs, wo in den letzten Jahren der Radverkehr deutlich zugenommen hat. Fast zwei Drittel der Delikte ereigneten sich in Landeshauptstädten. Hinter Wien reihten sich Graz (1.941 Diebstähle) und die Stadt Salzburg (1.169 Diebstähle). "Aneinandergereiht ergibt das eine Kette, die von der Wiener Innenstadt bis nach Wiener Neustadt reicht", sagte VCÖ-Sprecher Christian Gratzer.

Die Aufklärungsquote ist gering. Im Vorjahr kam laut VCÖ nur jedes 18. Fahrrad an den Besitzer zurück. Immerhin sei die Zahl der aufgeklärten Fälle von 1.030 im Jahr 2010 auf 1.412 im Vorjahr gestiegen. Insgesamt gibt es in Österreich rund 6,1 Millionen Fahrräder.

VCÖ-Tipps, um dem Fahrrad-Diebstahl vorzubeugen:

  • Das Fahrrad immer mit einem guten Schloss an einem festen Gegenstand absperren.
  • Wer das Fahrrad über Nacht etwa bei einem Bahnhof stehen lässt, sollte - wenn vorhanden - eine abschließbare Fahrradbox nehmen.
  • Der Diebstahl von Einzelteilen wie Sattel oder Vorderrad kann durch Sicherheitsschrauben verhindert werden. Von Schnellspannern ist abzuraten. 
  • Abschluss einer Fahrraddiebstahl-Versicherung, die auch in den Nachtstunden gilt und Teilediebstahl abdeckt.

In den Städten herrsche weiterhin ein Mangel an Parkplätzen für Fahrräder, kritisiert der VCÖ. "Österreich erlebt seit einigen Jahren einen Radfahrboom. Die Zahl der Parkplätze für Fahrräder nimmt aber nur langsam zu", so Gratzer. Es brauche mehr sichere und leicht zugängliche Fahrradabstellanlagen. Das gelte vor allem bei Wohnhausanlagen und Bürogebäuden, die Bauordnungen seien diesbezüglich veraltet. (APA/red, derStandard.at, 4.4.2013)