Laut russischem Kommunikationsministerium müssen sich Internet-Nutzer nicht vor Strafen wegen Filesharings fürchten

Foto: http://www.sxc.hu/profile/arinas74

Wie Torrentfreak berichtet, bemüht sich die russische Regierung im Moment darum, legale Angebote – hauptsächlich von eBooks - Internet-Nutzern russlandweit schmackhaft zu machen. Die Anti-Piraterie-Kampagnen sollen zwar landesweit illegales Filesharing eindämmen, die Bestrafung von Zuwiderhandlungen ist aber vorerst nicht geplant.

Keine Gerichte

Die Regierungseinrichtung, die mit Kommunikation und Technologie betraut ist, hat angegeben, in Russland Internetnutzer für illegale Downloads nicht zur Rechenschaft zu ziehen, auch, wenn Millionen von Usern sich daran beteiligen. Aggressivere Herangehensweisen, wie sie aktuell in den USA durch Abmahnwellen, Klagen und Sperren des Internetanschlusses gehandhabt werden, sollen laut zuständigem Minister Vladimir Grigoryev nicht kommen. Man habe nicht vor, User deshalb vor Gerichte zu bringen, so Grigoryev.

Ziel: Betreiber von Filesharing-Seiten

Gegen Seiten, die diese Angebote zur Verfügung stellen, will man aber dennoch vorgehen und sie beispielsweise vom Netz nehmen. Die Verantwortung für illegale Downloads soll so auf die Webseitenbetreiber von Filesharing-Angeboten abgewälzt werden. Um die User dennoch zu belehren, sollen sie aber künftig an belehrenden Kampagnen teilnehmen müssen. Wie diese aussehen könnten, verschweigt Grigoryev aber vorerst. (red, derStandard.at, 8.4.2013)