Wien - Schwache Daten zum chinesischen Wirtschaftswachstum haben die Ölpreise zum Wochenstart auf Talfahrt geschickt. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) am Montagnachmittag 89,08 Dollar und damit klare 2,42 Prozent weniger als am Freitag. Zuvor hatte der WTI mit einem vorläufigen Tagestief von 88,05 Dollar den tiefsten Stand seit Mitte Dezember 2012 markiert. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 101,36 Dollar gehandelt.

In der Volksrepublik China hat das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal unerwartet an Schwung verloren. Im ersten Quartal lag das BIP-Wachstum nach Angaben des nationalen Statistikamtes bei 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Schlussquartal 2012 hatte es noch bei 7,9 Prozent gelegen. Bereits am Freitag lösten enttäuschende Einzelhandelsdaten aus den USA Kursverluste bei den Ölnotierungen aus.

Auch bei Gold setzt sich der Ausverkauf zum Wochenstart fort. Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.416,00 Dollar und damit deutlich schwächer zum Freitagnachmittags-Fixing von 1.535,00 Dollar. Im Verlauf rutschte Gold sogar knapp unter 1.400 Dollar auf 1.385,31 Dollar je Feinunze ab und notierte damit so schwach wie vor gut zwei Jahren. Bereits am vergangenen Freitag sackte der Goldpreis deutlich ab.

Kurzfristig schließen die Analysten der Commerzbank weitere Kursverluste bei Gold nicht aus. Mittel- bis langfristig halten die Experten den Preisverfall aber für übertrieben und in Anbetracht der ultra-lockeren Geldpolitik der Zentralbanken fundamental auch nicht für nachvollziehbar.

Bei den Silbernotierungen zeigt sich seit Freitag ein ähnliches Bild wie bei Gold und auch die Industriemetalle gehen im Sog der schwachen Edelmetalle auf Talfahrt. So fiel beispielsweise Kupfer zum Wochenauftakt um mehr als fünf Prozent auf 7.120 Dollar je Tonne ab. (APA, 15.4.2013)