Bild nicht mehr verfügbar.

Fans von Margaret Thatcher legten nach Bekanntwerden ihres Ablebens Blumenschmuck vor ihrer Haustür ab.

Foto: APA/epa/ANDY RAIN

Den Tod von Margareth Thatcher am Montag nehmen viele KommentatorInnen zum Anlass, sich genauer mit der Politik der "eisernen Lady" zu beschäftigen, die von 1979 bis 1990 Premierministerin von Großbritannien war. Thatcher, einer der ersten weiblichen Staatsoberhäupter weltweit, galt bereits zu Lebenszeiten als Streitfall in frauenpoltischen Debatten, da ihre Politik alles andere als sozial verträglich oder gar frauenfreundlich bezeichnet werden konnte.

Thatcher selbst stellte einmal wenig überraschend fest, dass sie dem Kampf um Frauenrechte "nichts" verdanke. Anlässlich der Premiere des biographisch angelegten Hollywood-Films "The Iron Lady" Anfang 2012 stellten auch wir bei dieStandard.at die Frage, welche Beziehung Thatcher mit den Frauen pflegte - und ob sie unter bestimmten Bedingungen gar als Vorbild für erfolgreiche Politikerinnen gelten könne (siehe "Thatcher und die Frauen"). 

Streep: "Pionierin für Frauen in der Politik"

Die Schauspielerin Meryl Streep, die im Film Margaret Thatcher verkörperte, bezeichnete die Politikerin nach ihrem Ableben jedenfalls als "Pionierin für Frauen in der Politik". "Es war eine ungeheure Leistung, sich im politischen System so wie sie nach oben zu arbeiten - in einer Zeit, die geprägt war von Status und Geschlechtergrenzen", sagte Streep nach Angaben der Nachrichtenagentur PA.

Obwohl sie weder die Tochter oder die Witwe eines großen Mannes gewesen sei, habe sie sich mit Biss und persönlicher Stärke nach oben gearbeitet und Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt neue Wege aufgezeigt.

Ein lesenswerter kritischer Nachruf auf Margaret Thatcher mit vielen Zusatzinformationen über die britische Politik der 1980er-Jahre findet sich in der Online-Ausgabe der deutschen Wochenzeitung "Der Freitag". (red, dieStandard.at, 9.4.2013)