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Kenyatta wurde als Zeichen, dass er nun Oberbefehlshaber des kenianischen Heeres ist, ein Säbel überreicht.

 

Foto: Reuters/Mukoya

Nairobi - Uhuru Kenyatta ist am Dienstag als neuer kenianischer Präsident vereidigt worden. Der 51-Jährige legte seinen Amtseid in einem Stadion nahe der Hauptstadt Nairobi unter dem Jubel von rund 60.000 Anhängern ab. Er schwor "Loyalität und Treue zur Republik Kenia" und versprach, "die Souveränität, die Integrität und die Würde des kenianischen Volkes zu schützen". Aus den Händen seines Amtsvorgängers Mwai Kibaki erhielt Kenyatta eine Ausgabe der Verfassung sowie einen Säbel, der ihm als oberstem Befehlshaber der kenianischen Truppen zusteht.

Nach dem neuen Staatsoberhaupt leistete auch der neue Vizepräsident William Ruto seinen Amtseid. Er werde dem Volk und der Republik "immer aufrichtig und fleißig dienen", sagte er. Die Zeremonie zur Amtseinführung der beiden Männer wurde immer wieder durch Jubelrufe unterbrochen. Kenyatta, einer der reichsten Männer Afrikas, hatte die Präsidentschaftswahl Anfang März knapp gewonnen.

Vom Internationalen Strafgerichtshof angeklagt

Kenyatta ist ebenso wie Ruto vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH/ICC) in Den Haag angeklagt. Beiden wird vorgeworfen, während der Unruhen nach der Wahl 2007 an Verbrechen gegen die Menschlichkeit beteiligt gewesen zu sein. Bei der damals einsetzenden, auch ethnisch motivierten Gewalt wurden mehr als 1.100 Menschen getötet und Hunderttausende in die Flucht getrieben.

Die Wahl Kenyattas wurde deshalb international kritisch betrachtet. Neben westlichen Diplomaten reisten unter anderem die Präsidenten aus Tansania, Uganda, Südafrika, Ruanda und dem Südsudan zur Vereidigung an. (APA, 9.4.2013)