Port Moresby - Nach einem weiteren Mord an einer vermeintlichen Hexe haben die Vereinten Nationen Papua-Neuguineas Regierung zum Einschreiten aufgerufen. Die Selbstjustiz müsse gestoppt und der Schutz der Menschen, denen Hexerei vorgeworfen werde, dringend verbessert werden, hieß es in einer UN-Erklärung am Freitag. Zuvor waren zwei sogenannte Wunderheilerinnen (Sangumas) in der Region Südbougainville gekidnappt und tagelang gequält worden, eine der älteren Frauen wurde schließlich enthauptet.

"Die Vereinten Nationen sind tief verstört wegen zunehmender Berichte über landesweite Gewalt, Folter und Morde an Personen, denen Hexerei vorgeworfen wird", heißt es in der UN-Erklärung. Diese Verbrechen dürften nicht ungestraft bleiben.

Über Ostern waren laut Medienberichten sechs vermeintliche Hexen mit glühenden Eisen als rituelle Opfer gequält worden, im März war eine Frau bei lebendigem Leibe verbrannt worden. (APA, 12.10.2013)