Zwar hat Bayern München an der Spitze der deutschen Fußball-Bundesliga schon am vergangenen Wochenende alles klar gemacht, dahinter gilt es sechs Runden vor dem Ende allerdings noch einige Fragen zu klären. So kommt es etwa im Schlager am Samstag zwischen Schalke 04 und Bayer Leverkusen zu einer Art Endspiel um einen Fixplatz in der Champions League.

"Wenn einer unter Druck steht, dann nur der FC Schalke", sagte Bayer-Kapitän Simon Rolfes dem "kicker", sein Team hat vor dem Kräftemessen vier Punkte Vorsprung auf die "Knappen". Die Hausherren, bei denen Christian Fuchs wohl neuerlich dem jungen Kolasinac weichen muss, werden von Personalsorgen geplagt (u.a. fehlen Farfan, Klaas-Jan Huntelaar und Roman Neustädter), haben sich zuletzt aber eine breite Brust erarbeitet: Fünf der vergangenen sechs Ligaparten wurden gewonnen.

Etwas dahinter kämpft Mainz im Heimspiel gegen den HSV weiter um einen internationalen Startplatz, derzeit fehlen der Truppe von Andreas Ivanschitz und Julian Baumgartlinger drei Punkte. Dazu soll nun wieder ein Sieg her, erst eine Partie konnte in der Rückrunde gewonnen werden. Trainer Thomas Tuchel bleibt positiv: "Da hat sich schon etwas aufgestaut, was sich aber nicht in Frustration ausdrückt, sondern eher in einer Lust, jetzt etwas nachzuholen."

Die Liste der Europa-League-Anwärter ist lang. Selbst der auf Rang elf liegende HSV darf noch mit dem Europacup spekulieren. Auch Nürnberg (Muhammed Ildiz) ist nach neun nicht verlorenen Spielen ein Kandidat - aber: Der "Club" muss ausgerechnet jetzt zum 186. bayerisch-fränkischen Derby bei Bayern und David Alaba antreten. Meister-Coach Jupp Heynckes wird wohl manchem Akteur eine Pause gönnen. Immerhin geht die Münchner Titeljagd schon am Dienstag mit dem Halbfinale im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg weiter. "Dass ich einige andere Spieler einsetzen werde, das bietet sich natürlich an", kündigte Heynckes an.

Mit den internationalen Startplätzen nichts mehr zu tun haben Stuttgart und Werder Bremen. Die Schwaben, bei denen Martin Harnik nach seiner Sperre zurückkehrt, empfangen zu Hause Borussia Mönchengladbach, das die Reise u.a. ohne den an Grippe erkrankten Martin Stranzl antrat. Für Bremen geht es in Düsseldorf (Robert Almer) um mehr als nur drei Punkte. Nach einer Negativ-Serie - Werder ist seit sieben Partien sieglos - lechzt man endlich nach einem Erfolgserlebnis, mit dem der freie Fall Richtung Abstiegszone gestoppt werden soll. Mit Sebastian Prödl, Marko Arnautovic und Zlatko Junuzovic, der sich nach seiner Rissquetschwunde wieder zurückmeldete, könnten drei Österreicher in der Startelf von Trainer Thomas Schaaf stehen. (APA; 12.4.2013)