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Anonymous hat Daten eines FDP-Portals veröffentlicht.

Foto: dapd

Anonymous hat in Deutschland Datensätze des deutschen FDP-Netzwerks meine-freiheit.de (früher my.fdp.de) veröffentlicht. In einem am Sonntag auf Pastebin veröffentlichten Dokument wurde verlautbart, dass man damit gegen die neu geregelte Bestandsdatenauskunft protestiere. Die Nutzer sollen per E-Mail davon informiert worden sein, wie die Aktivisten auf Twitter behaupten.

Protestaktion

"Wenn eine Partei welche für die Bestandsdatenauskunft gestimmt hat, nicht mal auf ihre eigenen Daten aufpassen kann, wie soll dies erst bei Bestands- oder Vorratsdaten aussehen?" heißt es im Statement der Netzaktivisten. Durch die Bestandsdatenauskunft wird geregelt, wann Behörden auf Telekommunikationsdaten von Anschlussinhabern abfragen dürfen. Laut heise werden durch die Reform erstmals auch dynamische IP-Adressen erfasst. Mit richterlicher Genehmigung ist auch ein Zugriff auf Passwörter, PINs und PUKs möglich.

37.000 Datensätze

Unter den 37.000 Datensätzen sollen sich Namen, Passwörter und E-Mail-Adressen von Mitarbeitern und Abgeordneten, heise zufolge unter anderem von Außenminister Guido Westerwelle und Rainer Brüderle befinden. Die Seite ist derzeit nicht erreichbar - aufgrund von Wartungsarbeiten, wie offiziell erklärt wird. (red, derStandard.at, 15.4.2013)