Islamabad - Der frühere pakistanische Regierungschef Raja Pervez Ashraf darf wegen Bestechungsvorwürfen nicht zur kommenden Parlamentswahl im Mai antreten. Ein Wahlgericht wies einen Einspruch des Politikers der Pakistanischen Volkspartei gegen seinen zuvor verhängten Ausschluss von der Abstimmung am Montag zurück, wie ein Wahlbeamter der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Ashraf wird von einem Konkurrenten in seinem Wahlbezirk Gojar Khan in der zentralen Provinz Punjab der Korruption bezichtigt, weshalb er bei der Wahl nicht antreten soll.

Nach Angaben eines hochrangigen Parteimitglieds aus Punjab will Ashraf nun vor einem höheren Gericht Beschwerde gegen den Ausschluss einlegen. Für das krisengebeutelte Pakistan ist die Parlamentswahl am 11. Mai eine Zäsur, weil erstmals nach einer vollen Legislaturperiode auf demokratischem Weg die politische Macht von einer Zivilregierung an die nächste übergeben werden dürfte. Ashraf war vorigen Juni als Regierungschef vereidigt worden, nachdem sein Vorgänger im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre hatte abtreten müssen. (APA, 15.4.2013)