Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mehrheitlich tiefer geschlossen tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verbilligte sich um 54,22 Zähler oder 0,41 Prozent auf 13.221,44 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 100,64 Zähler (minus 0,46 Prozent) auf 21.672,03 Einheiten. Der All Ordinaries Index in Sydney sank um 22,7 Zähler oder 0,46 Prozent auf 4.944,10 Einheiten.

Leichte Gewinne gab es hingegen in Singapur und am chinesischen Festland. Der Shanghai Composite gewann um 12,90 Punkte oder 0,59 Prozent auf 2.194,85 Punkte. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.291,58 Zählern mit einem moderaten Plus von 7,21 Punkten oder 0,22 Prozent.

Vor allem das sich erneut eingebremste Wirtschaftswachstum Chinas hat Marktbeobachtern zufolge die Börsen belastet. Das BIP-Wachstum ist im ersten Quartal 2013 auf 7,7 Prozent gesunken, Analysten hatten mit 8,0 Prozent gerechnet, wurde bereits am Vortag bekannt. Am Dienstag haben dann die Sorgen, dass in der Folge die Nachfrage und der Energie-Hunger Chinas schwächer werden, überwogen. Dementsprechend gehörten der Rohstoff - und Energiesektor asienweit zu den größten Verlierern.

Cnooc, Chinas größter Off-shore Ölproduzent, sanken an der Hongkonger Börse 1,89 Prozent auf 13,48 Dollar und Newcrest Mining fielen in Sydney gar um 5,13 Prozent auf 17,0O Australische Dollar. Rio Tinto schlossen 0,20 Prozent im Minus. Nach Börsenschluss in Australien teilte der britisch-australische Bergbau-Konzern mit, mit 48,3 Mio. Tonnen Eisenerz sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor und damit so viel wie noch nie in den ersten drei Monaten eines Jahres abgebaut zu haben.

Mit Unternehmensnachrichten stand am Dienstag Softbank im Fokus. Die Aktien des japanischen Telekomkonzerns rutschten am Ende des Nikkei-225 um 6,83 Prozent auf 4.365 Yen ab, nachdem neben Softbank nun auch der US-Bezahlsender Dish Network den amerikanischen Telekomkonzern Sprint Nextel übernehmen will. Sprint hatte im Oktober zugestimmt, den Japanern 70 Prozent seiner Anteile für 20 Mrd. Dollar zu verkaufen. Dish bietet nun 25,5 Mrd. Dollar und könnte damit den Deal mit Softbank vereiteln.

Für den Schuhersteller Daphne International ging es 8,11 Prozent auf 8,72 Hongkong Dollar bergab, nachdem bekannt geworden ist, dass die Verkäufe im ersten Jahresviertel zurückgegangen sind. (APA, 16.4.2013)