Wien - Der Chemiker Alexander Schwan von der Universität Graz hat Montagabend das österreichische Finale des Wettbewerbs "Famelab" für sich entschieden. Mit einem Vortrag über die Arbeit mit einem Massenspektrometer überzeugte der aus Klagenfurt stammende Doktoratsstudent die Jury. Er hat damit ein Preisgeld von 2.000 Euro gewonnen und wird Österreich beim internationalen "Famelab"-Wettbewerb beim "Times Cheltenham Science Festival" in Großbritannien (4.-9. Juni) vertreten.

Für seinen Beitrag über das "Mikrobiom" erhielt der Doktorand der Medizinischen Universität Graz Philipp Wurm die meisten Onlinestimmen beim Videovoting. Er kann sich über den mit 1.000 Euro dotierten "Famelab"-Online-Preis freuen.

Beim bereits zum siebenten Mal in Österreich stattfindenden "Famelab" müssen junge Wissenschafter ihr meist komplexes Thema vor Publikum und Fachjury in nur drei Minuten verständlich und spannend erklären. Den Wettbewerb gibt es in Großbritannien seit 2005, das "British Council" hat ihn seither in 24 Ländern rund um den Globus etabliert.


Video: Famelab 2013 Austria - Alexander Schwan

"Welches Obst ist eigentlich eisenhaltiger: Eine Karotte oder ein Apfel?" - mit dieser Frage begann Schwan seinen Vortrag, in dem er erklärte, wie er mittels eines Massenspektrometers winzige Spuren verschiedener Elemente oder sogar einzelne Moleküle in unterschiedlichsten Stoffen aufspürt - immer mit dem Ziel, deren Wirkung zu bestimmen.

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle  unterstrich die Bedeutung einer für eine breite Öffentlichkeit verständlichen und zugänglichen Wissenschaft und Forschung. Die jungen Wissenschafter würden "mit ihrem Engagement und ihren erfrischenden Beiträgen im Rahmen von Famelab genau dazu beitragen" und seien auch Vorbilder für junge Menschen, den Weg in die Wissenschaft einzuschlagen. (APA, 16.04.2013)