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Mit Windows 8.1 könnte Microsoft den zuvor abgeschafften Startknopf wieder einführen.

Foto: apa

Dem Feedback zu Windows 8 folgend, dürfte Microsoft daran arbeiten, im ersten großen Update für das neue Betriebssystem – Windows 8.1, vulgo "Blue" – das direkte Starten auf den Desktop zu ermöglichen (der WebStandard berichtete). Mit dem Startknopf könnte ein weiterer Wunsch vieler Nutzer in Erfüllung gehen.

Konkrete Pläne

Wie die Microsoft-Beobachterin Mary Jo Foley von ZDNet festhält, soll es gemäß ihrer mit dem Unternehmen vertrauten Quelle tatsächlich konkrete Pläne geben, das mit der Einführung von Windows 8 abgeschaffte Menüelement wieder einzuführen. Hundertprozentig sicher ist die Implementierung beider genannten Features aber noch nicht. "Bis [das System] ausgeliefert wird, kann sich noch alles ändern", so der anonyme Informant.

Nicht die erste Kehrtwende

Obwohl von Seiten des Redmonder Konzerns stets beteuert worden war, dass sich der Umgang mit Windows 8 leicht erlernen lasse, wär es nicht das erste Mal, dass eine Änderung nach zahlreichen Beschwerden rückgängig gemacht wird. Zuletzt geschehen ist das mit der Benutzerkontensteuerung, deren Implementierung in Windows Vista vielen Usern ein Dorn im Auge war. Dem kam man durch eine weniger restriktive Einbindung in Windows 7 entgegen.

Warten auf BUILD-Konferenz

Klarheit über die weitere Richtung könnten weitere Leaks geben. Mit einem öffentlichen Test wird für Juni gerechnet, wenn auch Microsofts BUILD-Konferenz steigt. Ein Rückzieher – die Eliminierung des Startknopfes war schon während des Betatests von Windows 8 auf lauten Protest gestoßen – wäre nicht all zu überraschend.

Zumindest bis zur Veröffentlichung von Windows 8.1 müssen sich jene User, die das seit Windows 95 zentrale Steuerelement vermissen, mit Software von Drittanbietern behelfen. Sowohl das kostenpflichtige Start8 als auch das quelloffene Classic Shell liefern einen Startknopf und ermöglichen den Direktstart auf den Desktop. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Tools mit ähnlichen Funktionalitäten. (red, derStandard.at, 17.04.2013)