Wie sehen eigentlich die rechtlichen Grundlagen für die Gleichstellung von Frauen an den Universitäten aus? Gibt es so etwas wie Geschlechterdemokratie an der Universität? Seit den 1990er Jahren wurden dafür mehrere Schritte in Forschung, Lehre und den Gremien der universitären Selbstverwaltung geschaffen.

Diese werden auch die drei Säulen der universitären Gleichstellungspolitik genannt und betreffen das inneruniversitäre Rechtsschutzsystem gegen Diskriminierung, die Verpflichtung zur Frauenförderung, zur Beachtung von Quoten und von Vorgaben zur geschlechtergerechten Sprache und schließlich einen breiten rechtlichen Handlungsspielraum in Bezug auf die Implementierung von Gender Studies in der Lehre.

Notwendiger Perspektivenwechsel?

Am Donnerstag wird Silvia Ulrich, Leiterin des Instituts für Legal Gender Studies der JKU-Linz, an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien in ihrem Vortrag die Frage erörtern, inwieweit diese drei Säulen geeignet sind, um die im Universitätsgesetz 2002 verankerten Gleichstellungsziele an Unis tatsächlich zu verwirklichen. (red, dieStandard.at, 17.4.2013)