Wien - Österreichs Tageszeitungsjournalisten steht ab Juni eine geringfügige Gehaltserhöhung ins Haus - allerdings nur, wenn es seitens der Gewerkschaft und Verlegern grünes Licht für den neuen Journalistenkollektivvertrag gibt. Mit Juni sollen die Tarifgehälter pauschal um 60 Euro erhöht werden, darauf haben sich Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter im Rahmen der KV-Verhandlungen geeinigt.

Details sollen noch am Freitag geklärt werden

Letzte technische Details sollen noch am Freitag in einer Gesprächsrunde zwischen Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) und Gewerkschaft geklärt werden, hieß es aus dem VÖZ. Für Redaktionsaspiranten im ersten Jahr bedeutet das Plus von 60 Euro eine Erhöhung um 2,9 Prozent - für Redakteure im fünften Jahr von 1,9 Prozent, wie die Gewerkschaft auf ihrer Homepage unter dem Punkt "Fragen und Antworten zum neuen Journalisten-KV" vorrechnet. Sollte der neue Kollektivvertrag nicht in Kraft treten, gäbe es auch keine Tariferhöhung, bestätigte Gewerkschaftschef Franz C. Bauer.

Aufsaugregel

Ab 2014 würde mit dem neuen Kollektivvertrag die sogenannte Aufsaugregel in Kraft treten, durch die bei Altverträgen das bisherige 15. Monatsgehalt vermindert wird. Die Betreffenden erhalten dann nur noch die halbe KV-Erhöhung und zwar so lange, bis das 15. Gehalt "abgeschmolzen" ist. (APA, 17.4.2013)