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NEOS-Vorsitzender Matthias Strolz: "Wir erstellen die Listen nicht im Hinterzimmer".

Foto: apa/Pfarrhofer

Wien - Die NEOS haben für ihre gemeinsame Wahlplattform mit dem LIF von dem Bau-Unternehmer Hans Peter 50.000 Euro für den Wahlkampf bekommen. Haselsteiner spendete laut dem Vorsitzendem Matthias Strolz 100.000 Euro an das LIF, die Hälfte davon ging an die liberale Wahlplattform. Die NEOS hoffen aber auf weitere Groß- und Kleinspenden, so Strolz am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Weitere 100.000 Euro von Unterstützern seien avisiert, so Strolz. Davon sollen 80.000 für die Plattform verwendet werden. "Aber wir brauchen noch eine Million bis zum Wahltag", sagt der Vorsitzende. Es sei eine Kombination aus Großspenden und Crowdfunding nötig.

Alm: "Ohne NEOS wird sich nichts ändern"

Niko Alm, einer der Initiatoren des Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien, wird für einen der Plätze auf der Bundesliste kandidieren. "Ich bin überzeugt, dass sich die Politik nur ändern kann, wenn man selbst Teil davon ist. Ohne NEOS wird sich nichts ändern", so Alm. Kandidat und langjähriger Präsident der Hoteliersvereinigung, Sepp Schellhorn, erklärte in einer Videobotschaft: "Österreich braucht dringend etwas Neues, etwas Frisches, abseits der eingetretenen Pfade." Er tritt unter anderem für einen schlankeren Staat ein.

Auch weitere der 64 Kandidaten für die Vorwahlen zur Nationalratswahl waren bei der Präsentation anwesend. Durch die Zusammenarbeit mit dem Liberalen Forum sind ein paar Listenplätze unter den ersten 20 fix vergeben. LIF-Bundessprecherin Angelika Mlinar kandidiert etwa auf Platz 2, ihr Vize Michael Pock auf Platz 7.

180 Personen für Vorwahl registriert

Für die nun Vorwahlen durch die Öffentlichkeit haben sich laut Strolz bereits 180 Personen registriert, hierfür ist ein Beitrag von zehn Euro notwendig. Im nächsten Schritt wird der Vorstand seinen Vorschlag erstellen, als dritter Schritt sind die Mitglieder am Wort. Die zehn Euro Registrierungsbeitrag für die Abstimmung bezeichnete NEOS-Vorstand Beate Meinl-Reisinger als Unkostenbeitrag für das Online-Abstimmungstool sowie als Seriositätsschwelle. "NEOS lebt Transparenz. Wir erstellen die Liste nicht im Hinterzimmer nach obskuren Formeln", wie etwa die "Nähe zum Landeshauptmann", so Strolz.

Die Liste für die nun laufende Vorwahl ist abgeschlossen. Man arbeite jedoch an einem Unterstützungskomitee mit prominenten Vertretern. Neben dem Online-Wahlkampf setzen die NEOS auch auf Hausbesuche: "Das ist großartig", meinte der Vorsitzende.

Unterstützung für Demokratie-Volksbegehren

NEOS unterstützt das aktuelle Volksbegehren von MeinOE "Demokratie Jetzt!". Dabei handle es sich um "Notwehr der Bürger", erklärte Strolz. "Die Demokratie ist ein echter Patient." Mit dem "Möchtegern-Demokratiepaket" der Regierungsparteien sei man nicht einverstanden: "Wir ersuchen dringend alle Österreicher, zu unterschreiben", appellierte er an die Bürger. (APA, 17.4.2013)