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Foto: REUTERS/David Mdzinarishvili

Tiflis - Ein Leibkoch aus Spanien, ein Abnehmkurs in Österreich und ein Fest in Dubai - Georgiens Staatschef Micheil Saakaschwili (45) wird wegen seines Luxus-Lebens kritisiert. Der Präsident der Schwarzmeerrepublik im Südkaukasus verschwende Millionenbeträge aus der Staatskasse, kritisierte die Parlamentsabgeordnete Irina Imerlischwili am Mittwoch.

Allein der spanische Koch belaste das Budget mit 15.000 Dollar (11.400 Euro) monatlich, sagte die Politikerin der im Oktober 2012 gewählten Regierungspartei Georgischer Traum des Milliardärs Bidsina Iwanischwili. Die Ausgaben des Staatsschutzes wurden zum ersten Mal veröffentlicht. Demnach gönnte sich Saakaschwili mit einem Parteifreund auch einen Abnehmkurs in Österreich für 70.000 Dollar (53.300 Euro).

Das neue Jahr habe Saakaschwili zuletzt für 150.000 Dollar (114.000 Euro) in Dubai mit Gefolgsleuten gefeiert, sagte Imerlischwili. Aus dem bisher geheimen Budget seien auch ausländische Journalisten sowie Prominente mit teuren Geschenken bedacht worden.

Saakaschwili, der einstige Held der Rosenrevolution von 2003, sieht sich seit Monaten einer öffentlichen Demontage ausgesetzt. Er muss im Herbst laut Verfassung abtreten. Seine Partei, die im Parlament in der Opposition ist, kämpft um das Präsidentenamt. (APA, 17.4.2013)