Der Schweizer Skirennläufer Daniel Albrecht, der 2009 im Abfahrts-Training in Kitzbühel schwer gestürzt war, ist am Mittwoch von seinem Verband Swiss Ski aus allen nationalen Kadern eliminiert worden. Der Super-Kombinations-Weltmeister von 2007 hat seit seinem verhängnisvollen Sturz in "Kitz", nach dem er mit einem Schädel-Hirn-Trauma drei Wochen lang im künstlichen Tiefschlaf gehalten worden war, nur 13 Weltcup-Rennen bestritten.

Sein bestes Resultat gelang ihm dabei im Comeback-Rennen am 5. Dezember 2010, als er im Riesentorlauf von Beaver Creek auf Rang 21 fuhr. Sein bisher letztes Weltcup-Rennen bestritt Albrecht am 10. März des Vorjahres, als er im Riesentorlauf von Kranjska Gora 30. wurde. Die abgelaufene WM-Saison versäumte der 29-Jährige nach einem Trainings-Sturz im November für die Abfahrt in Lake Louise, bei dem er sich komplexe Knieverletzungen zuzog.

Der Vorarlberger Walter Hlebayna, der neue Chef-Trainer der Schweizer Ski-Herren, hatte den Eindruck, Albrecht habe gefasst auf die Entscheidung der Funktionäre bei der Planungssitzung in Nottwil reagiert. Wahrscheinlich habe Albrecht, der seine Karriere aber trotzdem fortsetzen will, mit dieser Information gerechnet, erklärte der Österreicher. Albrecht werde sich individuell auf die Olympia-Saison vorbereiten und hat laut Swiss Ski die Möglichkeit, sich in internen Vergleichen für den Weltcupauftakt Ende Oktober in Sölden zu empfehlen. (APA; 18.4.2013)