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Lernen lernen popernen.

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Obwohl die Sommerferien in relativer Ferne liegen, pilgern viele Schülerinnen und Schüler schon jetzt in den Nachhilfeunterricht - weil sie in einem oder mehreren Fächern auf ein "Nichtgenügend" zusteuern. Eltern und Erziehungsberechtigte müssen für die Lernhilfe des Nachwuchses so einiges berappen: Eine Stunde privater Unterricht kostet heute durchschnittlich 19 Euro.

Noch mehr legt man bei Lerninstituten ab: Dort kommt der Einzelunterricht auf knapp 32 Euro, für den Gruppenunterricht werden durchschnittlich 15 Euro verlangt. Damit sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr abermals gestiegen, wie ein aktueller Preistest der Arbeiterkammer zeigt. Die AK hatte die Preise bei 133 privaten Anbietern und 33 Nachhilfe-Instituten in Wien verglichen.

Bis zu 6,30 Prozent mehr

Am deutlichsten gestiegen sind die Preise für Nachhilfe in der Gruppe: Damit ihre Kinder nicht alleine lernen müssen, legen Eltern pro Stunde durchschnittlich 15,27 Euro ab – das sind 6,30 Prozent mehr als im Vorjahr. Mathemathik und Rechnungswesen sind die preislichen Spitzenreiter unter den Nachhilfefächern: Hier kostet die Stunde durchschnittlich 19,55 Euro, das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei Lerninstituten lohnt Probestunde

Je nach Anbieter können die Preise sehr stark variieren – für eine Stunde Englischnachhilfe muss man zwischen acht und 35 Euro pro Stunde ablegen. Der Vergleich lohnt sich also. Die Arbeiterkammer rät Eltern, zunächst im Freundes- und Bekanntenkreis nach guten Nachhilfelehrern zu fragen, wobei die Qualifikation im Zentrum stehen sollte. Bei Lerninstituten sind Kurse oft günstiger, wenn man gleich mehrere Unterrichtseinheiten bucht. Allerdings gibt es Rabatte meist erst dann, wenn man sich länger bindet. Hier ist eine Probestunde empfehlenswert, bevor man in längerfristige Kurse einsteigt.

Vorsicht: Versteckte Kosten

"Achten Sie auf die Dauer der Unterrichtseinheiten. Lernpsychologisch sind 45 bis 50 Minuten mit zehnminütiger Pause ratsam", rät die Arbeiterkammer. Auch die Anzahl und das Alter der Kinder in einer Nachhilfegruppe ist wichtig: Bei mehr als acht Kindern oder zu ungleicher Lernstufe leide der Lernerfolg. Die AK warnt auch vor versteckten Kosten: So würden manche Institute oder Privatlehrer eine Fahrtpauschale oder einen höheren Stundenbeitrag verlangen, wenn sie zum Schüler oder der Schülerin nach Hause kommen. (red, derStandard.at, 18.4.2013)