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Vor dem "Steffl" gibt es bald kostenlosen WLAN-Zugang.

Foto: APA

Nach der Donauinsel, dem Wien Museum und anderen Teststandorten ist Wien bald um einen öffentlichen WLAN-Hotspot reicher: Den Stephansplatz.

Start im Frühjahr

Das Vorhaben wurde auf Initiative der Bezirksverwaltung Innere Stadt, die 5.000 Euro aus ihrem Budget beisteuert, ins Leben gerufen und von der Stadtregierung bereits abgesegnet. Die Machbarkeit wurde bereits erfolgreiche evaluiert, wie die Wiener Bezirkszeitung schreibt.

Noch im Laufe des Frühjahrs soll die Einrichtung durch die Magistratsabteilung 33 erfolgen. Die Access Points werden an der Straßenbeleuchtung befestigt, Nutzer erhalten nach kurzer Registrierung ein Zugangspasswort per SMS.

Auch in anderen Städten wird das Angebot ausgeweitet. Seit kurzem gibt es in den Linzer Straßenbahnen ebenfalls WLAN-Hotspots.

"Junge Generation" startet "Free Wien-LAN"

Die "Junge Generation", eine Jugendorganisation der SPÖ Wien, macht sich währenddessen für ein flächendeckendes und kostenlos zugängliches Gratis-WLAN in der Bundeshauptstadt stark.

Im Rahmen der Kampagne "Free Wien-LAN" wurde zum Auftakt temporär ein Hotspot am Stephansplatz eingerichte. Dem soll nun eine vor kurzem gestartete Petition an die Stadtregierung folgen, laut JG-Vorsitzendem Marcus Gremel auch ein "bewusstes Zeichen für direkte Demokratie".

Man betont, dass ein solcher Ausbau ein Beitrag zur zunehmenden Mobilität ist und Internetzugang für junge Menschen leistbarer machen würde. Gleichzeitig böte es auch Touristen die Möglichkeit, die Informationsangebote der Stadt besser wahrzunehmen.

Online-Voting für Standortsuche

Nun ruft man Interessierte auch dazu auf, Fotos von jenen Orten zu schießen, an welchen man sich die Einrichtung eines Hotspots wünscht. Jene Plätze, von denen die meisten Aufnahmen eingereicht werden, sollen schließlich in einem Online-Voting zur Abstimmung gebracht werden. Der Sieger soll Standort des ersten "Free Wien-LAN" werden.

Wie Gremel gegenüber dem WebStandard mitteilt, ist der primäre Zweck der Kampagne, den Ausbau von öffentlichem WLAN in der politischen Prioritätenliste nach vorne rücken zu lassen. Eine Umsetzungsgarantie für die Siegerorte des Fotowettbewerbs gibt es freilich nicht. "Ein weiterer Ausbau sollte da beginnen, wo viele Leute es sich wünschen", betont Gremel. Die Verantwortung für die technische Einrichtung läge aber letztlich bei der Stadtregierung oder der Bezirksverwaltung.

Dass seit dem Start des städtischen WLAN-Pilotprojekts im Sommer nicht mehr viel zu hören war, versteht man bei der JG. "So ein Testbetrieb ist schließlich dazu da, erst einmal zu schauen, wie gut das funktioniert. Ein breiter Ausbau geht nicht von heute auf morgen."

Die Internet-Petition benötigt 500 Unterzeichnungen von wahlberechtigten Personen mit Hauptwohnsitz in Wien, damit das Anliegen an den entsprechenden Gemeindeausschuss herangetragen wird. (gpi, derStandard.at, 19.04.2013)