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Über die Motive gab es keine Auskunft.

Foto: AP/Pleul

Wien - 43 Millionen Menschen in der EU sind teilzeitbeschäftigt. Nicht alle sind offenbar damit glücklich. Der Anteil jener, die sich unterbeschäftigt fühlen, hat sich nach Daten des EU-Statistikamts Eurostat seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 von 18,5 Prozent auf 21,4 Prozent 2012 erhöht.

Konkret wären laut Eurostat 9,2 Millionen Teilzeitbeschäftigte bereit, mehr zu arbeiten und stünden dafür auch zur Verfügung. Die höchsten Anteile solcher Arbeitnehmer finden sich den Angaben zufolge in Griechenland (66 Prozent), Spanien (55 Prozent) und Lettland (53 Prozent). 

Stille Reserve

Darüber hinaus gibt es in der EU laut Eurostat eine "stille Reserve" von rund elf Millionen Menschen am Arbeitsmarkt. Diese Zahl ergibt sich aus 8,8 Millionen Menschen, die zwar für eine Arbeit verfügbar wären, aber nicht danach suchen, sowie 2,3 Millionen Menschen, die zwar Arbeit suchen, aber kurzfristig nicht verfügbar sind. In Österreich macht diese "stille Reserve" den Angaben zufolge 4,2 Prozent der Erwerbsbevölkerung aus, 144.000 wären potenziell verfügbar, und 39.000 suchen Arbeit, obwohl sie nicht kurzfristig zur Verfügung stehen.

Auch Österreicher wollen mehr arbeiten

Auch von den heimischen Teilzeitbeschäftigten hätten viele gerne einen Vollzeitjob. Laut Eurostat wären 146.000 Teilzeitbeschäftigte (13,7 Prozent) zu mehr Arbeit bereit und verfügbar. Hierzulande verdankte sich der Beschäftigungszuwachs 2012 ebenfalls in erster Linie Teilzeitjobs.

Vor allem in den Jahren 2009 und 2010 gab es laut Statistik Austria große Umschichtungen von Vollzeit zu Teilzeit. Demnach wurden in diesen Jahren annähernd so viele Vollzeitarbeitsplätze abgebaut wie Teilzeitarbeitsplätze geschaffen. So kam es dazu, dass es 2012 um 14.400 weniger Unselbstständige mit Vollzeitjobs gab als noch 2008, jedoch um 113.700 mehr mit Teilzeitjobs. (APA/red, derStandard.at, 19.4.2013)