Klagenfurt - Die FPK will im Kärntner Landtag künftig Reden in slowenischer Sprache verhindern. Klubobmann Christian Leyroutz will rechtliche Schritte prüfen.

Am Donnerstag hatte die grüne Neo-Abgeordnete und Angehörige der slowenischen Volksgruppe Zalka Kuchling Teile ihrer Jungfernrede in ihrer Muttersprache Slowenisch gehalten. Vier der sechs FPK-Abgeordneten waren daraufhin aus dem Plenum ausgezogen. Leyroutz sieht eine Provokation und einen klaren Gesetzesbruch. Er beruft sich auf die Landesverfassung und die Geschäftsordnung des Landtages. Demnach sei die Verhandlungssprache im Landtag ausschließlich Deutsch. Kritik übt Leyroutz an Landtagspräsident Reinhart Rohr (SPÖ), der die zweiminütige slowenische Rede erlaubt hatte.

Tatsächlich ist nur Deutsch im Kärntner Landtag erlaubt. Kuchling hatte Passagen ihrer Rede auch in Deutsch gehalten und die slowenische Übersetzung bei der Obmännerkonferenz angekündigt. Außerdem hatten die Protokollführer den deutschen Redetext erhalten. SP-Landtagspräsident Rohr meinte, die zweisprachige Rede sei nicht auf einen " verfassungsrechtlichen "Justament-Standpunkt" zu reduzieren, sondern " eine Frage des Respekts". Für Zalka Kuchling ist die Volksgruppe ein " Teil Kärntens".

In der FPK verschärften sich vor dem Parteitag die Flügelkämpfe zwischen rechten Hardlinern um Parteichef Christian Ragger und dessen Herausforderer Mathias Krenn. Neue Unterstützer präsentierte Krenn aber nicht. (stein, DER STANDARD, 20./21.4.2013)