Leyroutz, Lobnig und Konsorten: Haben die Herren von der FPK jemals Ahnenforschung betrieben? Wenn nicht, dann wär's an der Zeit, denn die eigenen Namen klingen alles andere als germanisch - und verdächtig nach slowenischen Einsprengseln im Stammbaum.

Nicht, dass deswegen außerhalb des Karawankenlandes noch irgendjemand ein Ohrwaschl rühren würde, aber diese Abgeordneten selbst sind es, die glauben, mit ihrem Protestauszug aus dem Landtag noch punkten zu können, sobald dort die Sprache der Minderheit zu vernehmen ist.

Abgesehen von der eigenen Familien-Vita scheint es aber auch mit dem Kurz- wie Langzeitgedächtnis des Klubs der Kärntner Freiheitlichen gar nicht gut bestellt zu sein. Schon vergessen, dass der eben erst abgetretene Landeshauptmann Gerhard Dörfler, ein aufrechter FPKler, 2011 Straßen und Wege des Landes endlich für mehr zweisprachige Ortstafeln freigegeben hat? Schon verdrängt, dass der neue Landesoberste Peter Kaiser, ein Sozi, seine Ansprache bei der konstituierenden Sitzung vor wenigen Wochen zum Teil auch auf Slowenisch vorgetragen hat?

Offenbar hat der blaue Sektor da geschlafen, denn anders ist es kaum zu erklären, dass damals nicht der leiseste Einwand zu vernehmen war. Aktionen wie die jüngste werden der geschrumpften Partei jedenfalls auch keine neuen Höhenflüge bescheren, denn sie wirken mittlerweile nicht nur unglaubwürdig, sondern auch völlig begrenzt. (Nina Weissensteiner, DER STANDARD, 20.4.2013)