Damaskus - Mehrere Dutzend Gefangene sind am Samstag in Damaskus freigelassen worden. Das berichteten Augenzeugen in der syrischen Hauptstadt. Ihren Angaben zufolge wurden die Häftlinge vom Geheimdienst der Luftwaffe zum Justizpalast gebracht, wo sie auf freien Fuß gesetzt wurden.

Präsident Bashar al-Assad hatte am vergangenen Dienstag eine Teilamnestie verkündet. Menschenrechtler schätzen, dass seit Beginn des Aufstandes gegen Assads Regime im März 2011 rund 150.000 Menschen festgenommen wurden. Viele von ihnen gelten heute als vermisst. Tausende starben an den Folgen von Folterungen.

Durch Kämpfe und Luftangriffe starben am Samstag nach Angaben von Regimegegnern 45 Menschen. Die meisten Opfer soll es in der Stadt Aleppo und im Großraum Damaskus gegeben haben. Die Allgemeine Kommission für die Syrische Revolution meldete, bei Gefechten gegen Kämpfer der mit Assad verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz in der Ortschaft Al-Kusair seien sechs syrische Rebellen getötet worden.

Nach Angaben der staatlichen libanesische Nachrichtenagentur NNA trafen zwei Raketen aus Syrien das Dorf Sahlat al-Maa in der libanesischen Bekaa-Ebene. Es entstand nur Sachschaden. (APA, 20.4.2013)