Wien - Die Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch plant eine Protestaktion gegen das neue Staatsbürgerschaftsgesetz. Bis zum Dienstag, an dem die Novelle bereits den Ministerrat passieren könnte, sollen mehr als tausend Protestnachrichten an Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) verschickt werden, hieß es in einer Aussendung am Sonntag.

Anlass für den E-Mail-Protest gegen "realitätsfremde Einbürgerungshürden" ist der Fall eines in Österreich aufgewachsenen jungen Mannes, dem die Staatsbürgerschaft verwehrt werde. Die Aktion stehe daher unter dem Motto: "Einem 22-Jährigen die Einbürgerung zu verwehren ist keine Leistung." SOS Mitmensch fordert eine echte Einbürgerungsreform, keine "Alibireform". (APA, 21.4.2013)