Rangun - Wegen der Gewalt gegen die muslimische Minderheit der Rohingya wirft Human Rights Watch (HRW) Burmas Behörden und Sicherheitskräften Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ethnische Säuberungen vor. Im Bundesstaat Rakhine am Golf von Bengalen hätten Einwohner mit Rückendeckung von Mönchen und Sicherheitskräften Muslime ermordet und 125.000 Menschen vertrieben, berichtete die Menschenrechtsorganisation am Montag in Bangkok.

Die BBC zeigte gleichzeitig Videos, auf denen burmesische Polizisten tatenlos zusehen, während Muslime attackiert und in einem Fall Brand gesetzt werden. Die Polizei habe sie während der schweren Unruhen in Meiktila in Zentralburma selbst gedreht.

In Luxemburg wollten die EU-Außenminister am Montag in Anerkennung des Öffnungsprozesses in Burma seit dem Ende der Militärdiktatur vor zwei Jahren die Sanktionen aufheben. (APA, 22.4.2013)