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Verglichen wurden 166 idente Produkten bei den Drogeriemärkten Müller und Dm in Wien und in Köln.

Foto: AP/Meissner

Gleiches Produkt, gleicher Drogeriemarkt - aber Wien ist fast um ein Drittel teurer als Köln. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Preismonitor der Arbeiterkammer. Verglichen wurden 166 idente Produkten bei den Drogeriemärkten Müller und Dm in Wien und in Köln.

Quer durch alle Segmente sind die Preisunterschiede markant: So seien in Wien bei Dm für 90 Prozent und bei Müller für 85 Prozent der verglichenen Produkte mehr hinzulegen als in Köln.

Als Beispiele nennt die Arbeiterkammer Fa Flüssige Seife (250 Milliliter), die bei Müller in Deutschland um 0,50 Euro (in Aktion) zu haben sei, in Wien hingegen um 1,95 Euro. Fazit: Der Preisunterschied liegt bei 290 Prozent.

Aber auch für den Rexona woman Cotton Dry Deo-Roll-On (50 Milliliter) verlange Müller in Köln 1,29 Euro, in Wien 2,85 Euro - also um knapp 121 Prozent mehr.

Bei Dm gibt es für ein und dasselbe Produkt Preisunterschiede bis zu knapp 138 Prozent. So seien für Dm Dontodent Zahncreme Kräuter oder Fluor Fresh (125 Milliliter) in Köln 40 Cent zu zahlen, in Wien 95 Cent.

Die Arbeiterkammer weist regelmäßig auf auffällige Preisunterschiede hin und verlangt die Prüfung eines möglichen Österreich-Aufschlags.

Dm wehrt sich

In einer Reaktion verwehrt sich Dm  sich gegen die Vorwürfe der Arbeiterkammer. Es sei zwar richtig dass das Preisniveau in Österreich etwas höher als in Deutschland ist, ein Preisunterschied von einem Drittel stimme aber nicht, hieß es. Der Unterschied bei der Auspreisung erkläre sich dadurch, dass der österreichische Handel deutlich kleiner strukturiert sei. Dass sich die heimischen Drogerien kein Körberlgeld verdienen würden zeige schon der Umstand, dass hierzulande keine höheren Gewinne als in Deutschland lukriert würden. (APA/red, derStandard.at, 23.4.2013)