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Nintendos Wii U fehlt der Must-Have-Titel.

Foto: AP Photo/Nintendo, Vince Bucci

Nintendo ist im vergangenen Geschäftsjahr wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt, verfehlte die eigens gesetzte Gewinnziel jedoch deutlich. Der Videospielhersteller verbuchte in dem Ende März abgeschlossenen Jahr einen Gewinn von 7,01 Mrd. Yen (knapp 55 Mio. Euro), erwartet wurde ein Gewinn von 14 Mrd. Yen. Im Geschäftsjahr davor hatte der Konzern dagegen 43,2 Mrd. Yen verloren. Der schwächere Yen-Kurs griff Nintendo diesmal kräftig unter die Arme, operativ wurde ein Verlust von 36,4 Mrd. Yen eingefahren. Die Nachfrage nach der im November gestarteten Spielkonsole Wii U fiel klar geringer aus, als prognostiziert. Der Umsatz sank um 1,8 Prozent auf 647,65 Mrd. Yen.

Schwache Nachfrage

Nintendo hatte im vergangenen Weihnachtsgeschäft die neue Spielekonsole Wii U auf den Markt gebracht. Der große Hoffnungsträger des Traditionskonzerns startete mit einem starken Absatz von gut drei Millionen Geräten. Im laufenden Quartal sackten die Verkäufe aber auf weniger als 400.000 Konsolen ab. Insgesamt wurden bis Ende März 3,45 Millionen Geräte verkauft. Ursprünglich plante man 5 bis 6 Millionen Wii Us abzusetzen, Anfang des Jahres revidierte man das Ziel auf 4 Millionen verkaufte Geräte, was ebenfalls nicht erreicht werden konnte.

3DS-Zugpferd

Der Spiele-Handheld 3DS verpasste mit 13,95 Millionen verkauften Exemplaren ebenfalls die Absatzerwartungen von rund 15 Millionen Konsolen, ist aber mittlerweile das Zugpferd des Konzerns. Seit dem Marktstart 2011 wurden weltweit insgesamt über 31 Millionen 3DS verkauft.

Für das Geschäftsjahr 2014 (bis Ende März 2014) erwartet Nintendo 9 Millionen Wii U- und 18 Millionen 3DS-Konsolen zu verkaufen. Der Profit soll auf 55 Milliarden Yen ansteigen, der Umsatz auf 920 Mrd. Yen. (red, derStandard.at, 22.4.2013)