Berlin - Bei der Suche nach der Leiche der vor zwölf Jahren verschwundenen Peggy hat die Polizei in Bayern Knochenteile gefunden. Noch sei aber unklar, ob es sich um tierische oder menschliche Knochen handle, sagte Ernst Schmalz von der Staatsanwaltschaft Bayreuth am Mittwoch im oberfränkischen Lichtenberg. Es sei auch denkbar, dass die Knochen von einem alten Friedhof stammten, den es früher dort gegeben habe.

Die Polizei machte die Funde in einer alten Sickergrube direkt neben einem Haus in Lichtenberg, das seit Montag untersucht wurde. Diese Grube war mit einem Wintergarten überbaut. 2001, als Peggy verschwand, war die Überbauung allerdings noch nicht vorhanden und der Innenhof frei zugänglich, hieß es.

Der Bewohner des Hauses wurde nach Behördenangaben von der Polizei befragt. "Es gibt aber keinen Anhaltspunkt dafür, dass er im Zusammenhang mit dem Fall Peggy eine Straftat begangen hat", betonte Schmalz. Er sei auf freiem Fuß.

Als Mörder Peggys war 2004 der geistig behinderte Ulvi K. verurteilt worden. Doch die Zweifel an seiner Schuld waren nie verstummt. Schmalz betonte nun, bei den aktuellen Ermittlungen gehe es vor allem darum, Peggys Leiche zu finden. "Wir suchen Anhaltspunkte, wo sie sein könnte." (APA, 24.4.2013)