Bukarest - Der Chef des rumänischen Fußball-Rekordmeisters Steaua Bukarest erklärte in einem Interview, er würde niemals einen schwulen Spieler bei seinem Verein dulden. So zu tun, als hätte der Verein mit den homophoben Äußerungen seines Besitzers nichts zu tun, geht nicht. Das sieht der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg so.

Nach einer Beschwerde argumentierte Steaua Bukarest, Steaua-Chef George Becali sei rechtlich gar nicht für Einstellungen zuständig. Der Verein könne also nicht gegen die Anti-Diskriminierungsrichtlinie der EU verstoßen haben.

Doch die höchsten EU-RichterInnen sehen das anders: Die Tatsache, dass der Verein sich von den Äußerungen seines Patrons nicht distanziert hatte, sei durchaus zu berücksichtigen. Der Verein müsse auch beweisen können, dass die sexuelle Orientierung für die Einstellung eines Spielers keine Rolle spiele. (APA, 25.4.2013)