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Marko Arnautovic, ein Problemfall.

Foto: APA/dapd/Jaspersen

Der SV Werder Bremen hat ÖFB-Teamspieler Marko Arnautovic und dessen Kollegen Eljero Elia mit sofortiger Wirkung vom Trainings- und Spielbetrieb suspendiert.

Arnautovic und Elia waren in der Nacht auf Freitag kurz nach 3 Uhr morgens vor dem Bremer Kreuz auf der Autobahn A1 aus Richtung Osnabrück kommend einer Polizeistreife aufgefallen. Der Grund: eine deutliche Geschwindigkeitsüberschreitung von Arnautovic. Als Arnautovic gestoppt wurde, hielt auch der Wagen von Eljero Elia. Alkohol war bei dem Vorfall nicht im Spiel. Insgesamt waren sechs Leute in den beiden Autos.

"Aggressiv gegenüber den Beamten"

Polizeisprecher Dirk Siemering sagte gegenüber der "Welt": "Alle Personen verhielten sich derart aggressiv gegenüber den Beamten, dass sie Verstärkung von Bremer Kollegen anforderten."

Dieser Aussage widerspricht Arnautovic über Facebook: "Es war niemand auch nur ansatzweise aggressiv. Nachdem der Polizist sich zwei mal bei der Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung widersprochen hat, haben wir gesagt, dass es besser ist, das über den Anwalt zu klären. Und wir konnten weiterfahren."

Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin erklärte am Freitag: "Wir sind zutiefst enttäuscht. Wir brauchen Spieler, die sich zu 100 Prozent mit ihrem Beruf und der Aufgabe beim SV Werder beschäftigen. Wer zwei Tage vor einem wichtigen Spiel um 3 Uhr nachts noch auf der Autobahn unterwegs ist, bei dem kann das nicht der Fall sein. Wir müssen ein deutliches Zeichen setzen."

Schaaf: Unprofessionelles Verhalten

"Wir können ein solch unprofessionelles Verhalten in der Vorbereitung auf unsere Partie in Leverkusen nicht tolerieren und stellen die Spieler frei, bis die Situation mit den Beteiligten in Ruhe geklärt werden kann", begründete Cheftrainer Thomas Schaaf die Entscheidung.

Das Training am Freitag war laut dem Terminplan auf werder.de für 13.30 Uhr angesetzt. Die seit neun Spielen sieglosen Bremer spielen am Samstag bei Bayer Leverkusen (15.30 Uhr). Bei einer weiteren Niederlage im Abstiegskampf droht Schaaf das Aus. (red, derStandard.at, 26.4.2013)