Abuja - Die Zahl der Opfer bewaffneter Angriffe auf mehrere Polizeiwachen im Norden Nigerias ist auf 25 gestiegen. Bei den Toten handelt es sich um fünf Sicherheitskräfte und 20 Täter, die vermutlich der islamistischen Sekte Boko Haram angehören, wie die staatliche Nachrichtenagentur des westafrikanischen Landes am Freitag berichtete. Die Feuergefechte in Gashua im Bundesstaat Yobe waren am Mittwochabend ausgebrochen und dauerten auch am Donnerstag noch an.

Nach den Polizeiposten nahmen die Angreifer auch eine Bank ins Visier und entkamen zunächst mit neun Millionen nigerianischer Naira (rund 42 000 Euro). Das Geld konnte jedoch kurze Zeit später sichergestellt werden. Zwei Polizisten hätten bei den Kämpfen Verletzungen erlitten, hieß es weiter.

Die Boko Haram ("Westliche Erziehung ist Sünde") kämpft seit 2009 gegen die Regierung und will im muslimisch geprägten Norden eine strenge Auslegung der islamischen Rechtsprechung Scharia einführen. Bei blutigen Anschlägen sind seither mindestens 1.400 Menschen ums Leben gekommen. (APA, 26.4.2013)