Jerusalem/Ramallah - Israelische Sicherheitskräfte haben über Nacht zwei jüdische Siedlungsposten im besetzten Westjordanland abgerissen. Zwischenfälle habe es beim Abbau der improvisierten Anlagen in der Siedlung Oz Zion nahe Ramallah nicht gegeben, teilte die Polizei am Freitag mit. Schon mehrfach hatten Soldaten und Grenzpolizisten dort Bauwerke jüdischer Siedler abgerissen.

Im Dezember hatten mehr als 200 Siedler mit Steinwürfen gewaltsam die Abrissversuche von Sicherheitskräften in Oz Zion abgeblockt. Dabei wurden fünf Polizisten verletzt, zerstört wurden die Anlagen am nächsten Tag trotzdem.

Die israelische Regierung betrachtet ohne Genehmigung errichtete Siedlungsposten - von denen einige bloß aus ein paar Wohnwagen bestehen - als illegal und lässt viele umgehend zerstören. Weil sie aber in der Vergangenheit mehrfach rückwirkend Genehmigungen erteilt hat, werden immer wieder neue Anläufe unternommen. Die internationale Gemeinschaft betrachtet dagegen ausnahmslos alle Siedlungen im Westjordanland als völkerrechtswidrig - auch jene im besetzten arabischen Ostteil Jerusalems. (APA, 26.4.2013)