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Jeff Skilling wurde zu zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt.

Foto: ap/David J. Phillip

Houston - Der wegen Betrugs und Insiderhandel verurteilte ehemalige Enron-Chef Jeff Skilling kommt möglicherweise früher aus dem Gefängnis. Hintergrund ist ein Deal mit dem US-Justizministerium. Dieses bietet Skilling einen Hafterlass von bis zu zehn Jahren im Gegenzug dafür an, dass er seine Verurteilung nicht weiter anfechtet. Damit würde der Weg frei gemacht für die Verteilung von 40 Mio. Dollar (30,45 Mio. Euro) aus Skillings Vermögen an Enron-Opfer.

Der Vorschlag wurde in Gerichtsunterlagen veröffentlicht. Nun haben die Geschädigten der Enron-Pleite die Möglichkeit, Stellung zu nehmen. Am Ende muss der texanische Bezirksrichter Simeon Lake eine Entscheidung fällen. Er hatte den Boss des einst weltgrößten Energiehändlers 2006 zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt. Der Termin vor dem Gericht in Houston ist für den 21. Juni angesetzt.

Enron gehörte seinerzeit zu den Lieblingen der Anleger und hatte es von der Bewertung her unter die zehn größten US-Konzerne geschafft. Der Schein trog jedoch: Das Management hatte mit Bilanzbetrügereien Verluste kaschiert. 2001 kam es schließlich zum Zusammenbruch. Es war einer der größten Wirtschaftsskandale aller Zeiten. Anleger verloren Milliarden, Tausende Mitarbeiter standen plötzlich ohne Altersvorsorge da. Skilling wollte von alledem nichts gewusst haben. (APA, 9.5.2013)